Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gründete die Marquise Elena Guglielmi auf der Isola Maggiore am Trasimeno-See eine Schule, in der sie eine besondere Häkeltechnik lehrte: den so genannten Pizzo Irlanda.
Die Frauen, die auf der Insel lebten, Töchter und Ehefrauen von Fischern, waren bereits geübt im Weben von Fischernetzen und lernten schnell diese neue Technik, die von der Marchioness eingeführt wurde.
So entstand die Tradition der auf der Insel hergestellten irischen Spitze, die einen Wendepunkt für die Wirtschaft der Insel darstellte und zahlreichen Frauen Arbeit verschaffte.
Die irische Spitze ist eine äußerst faszinierende Technik, bei der mit normalen Häkelstichen vor allem florale Motive entstehen: Am bekanntesten ist die Rosette, eine Blume aus weißem Garn, die die ganze Welt der umbrischen Frauen verkörpert, die die Insel Maggiore und ihr Spitzen-Irland berühmt gemacht haben.
Diese Produktion hat ihren Namen von einer Art von Spitze, die in irischen Klöstern mit der Klöppeltechnik hergestellt wird. Die umbrische Spitze wird mit der Häkelnadel hergestellt, einem Werkzeug, das ihre Herstellung beschleunigt, ohne ihre Schönheit und Raffinesse zu beeinträchtigen, so dass sie bald zu einem begehrten ästhetischen Accessoire wurde, vor allem für die Adeligen von Perugia, Florenz, Rom und des herrschenden Königshauses.







