Wenn Sie leuchtende Farben und Spaziergänge an der frischen Luft lieben, ist ein Ausflug zum Monte Cucco genau das Richtige für Sie. Dieser Gipfel liegt nur einen Steinwurf vom Kamm des Apennin entfernt und sein Name scheint sich von der besonderen morphologischen Karstform abzuleiten: "Cucco" bedeutet "innen hohl sein". Seit 1995 ist das Gebiet, das aus den Gemeinden Costacciaro, Fossato di Vico, Scheggia und Pascelupo und Sigillo besteht, ein geschütztes Gebiet, aus dem der Park Monte Cucco hervorgegangen ist.
Das besondere Mikroklima des Gebiets sorgt für eine üppige Vegetation im Park: Wiesen und Wälder bedecken das Gebiet, und am Osthang finden sich jahrhundertealte Exemplare von Buchen, Ahorn, Steineichen, Kastanien, Eiben und Hainbuchen. Wenn Sie bei Ihren Spaziergängen vorsichtig sind, können Sie auch einige Exemplare der Weißtanne bewundern, einem einheimischen Überbleibsel des alten Apenninenwaldes.
Das Gebiet ist auch ein idealer Lebensraum für die hier lebenden Wildtiere: Neben Füchsen, Wölfen und Wildschweinen kann man mit etwas Glück auch Damwild, Rehe und Raubvögel entdecken.
Der Park des Monte Cucco kann dank seiner Wanderwege fast vollständig zu Fuß erkundet werden und bietet verschiedene Trekkingrouten mit unterschiedlicher Dauer und Schwierigkeitsgrad, die für jedermann zugänglich sind.
Hier sind einige der spannendsten Routen.
REISEVERLAUF 1: DER LECCE-GRABEN
| Ausgangspunkt | Sigillo |
| Länge | 2,5 km Hin- und Rückweg |
| Höhenunterschied | 200 m |
| Benötigte Zeit | 2 Stunden für die Hinfahrt und eine Stunde für die Rückfahrt |
| Schwierigkeitsgrad | E-Ausflügler |
Die Spaccatura delle Lecce öffnet sich im Inneren einer imposanten Felswand, einer echten Steinmauer, die so massiv ist, dass es auf den ersten Blick fast unbegreiflich ist, mit welcher Präzision sie in der Mitte durchbrochen wurde. Die Legende besagt, dass diese etwa 70 Meter hohe Öffnung vom Gott Vulkan - dem antiken römischen Gott des Feuers und der Metallverarbeitung - geschaffen wurde, der direkt auf dem Monte Cucco eine eigene Schmiede für die Herstellung von Waffen besaß, während er die Kraft einer Klinge testete, die ihm von Jupiter in Auftrag gegeben worden war, wodurch der Felsen zerbrach.
Heute ist dieses Naturschauspiel die zentrale Etappe des Weges Nr. 238, der dem Besucher die Möglichkeit gibt, die außergewöhnliche Natur der Landschaft zu bewundern, die er beherrscht.
Mit dem Auto fährt man von Sigillo aus etwa einen Kilometer in Richtung des Weilers Val Di Ranco hinauf, bis man den Eingang zum Weg findet. Sobald das Auto geparkt ist, beginnt das Abenteuer zu Fuß. Man umgeht den Torrente delle Gorghe und gelangt in das bewaldete Tal, von dem aus sich der Blick auf die Spaccatura delle Lecce allmählich weitet.
Der Weg führt auf der gegenüberliegenden Seite etwa 700 Meter die Schlucht hinauf. Unterwegs kann man einige faszinierende, robuste Bäume bewundern, die die Felswand hinaufklettern - vor allem Steineichen, Buchsbäume und Lorbeerbäume - und im Sommer ist das Grün mit der Blüte der Glockenblumen lila gefärbt. Im Laufe der Wanderung stößt man auch auf die temporäre Quelle des Lecce, eine Öffnung im Kalksteinfelsen, aus der bei Regen ein fächerförmiger Wasserstrahl entspringt. Schließlich folgt man ein kurzes Stück der asphaltierten Straße, die Sigillo mit dem Val di Ranco verbindet, und erreicht das Ende der Route (nicht weit vom Ausgangspunkt entfernt), wo man einen Abstecher machen kann, der es einem ermöglicht, an einem Aussichtspunkt genau über der Kluft anzuhalten!
Nehmen Sie auf jeden Fall eine kleine Wasserflasche oder besser noch eine wiederverwendbare Wasserflasche mit, denn entlang der Strecke gibt es kein Trinkwasser.
Bei starkem Regen ist der Weg nicht zu empfehlen.






