Ihre Reise beginnt in Umbertide am Oberlauf des Tibers: zunächst geht es zur Rocca (Festung), die runde Zinnentürme und ein eckiger Turm zieren und die das Wahrzeichen der Stadt ist.
Unmittelbar außerhalb des Stadtkerns erhebt sich Castello di Civitella Ranieri, eine ausnehmend schöne Burg in besonders reizvoller Position, deren Geschichte eng mit der so manches Condottieres verbunden ist, den so genannten Söldnerführern, die vor allem im Mittelalter berühmt waren. Der Bau der Civitella wurde 1078 begonnen, erlangte aber erst vier Jahrhunderte später Berühmtheit, als eines der Familienmitglieder, Ruggero II di Ranieri, Kahn genannt, den Besitz von den Michelotti aus Perugia zurückeroberte.
Nach diesen Eroberungsgeschichten vergangener Zeiten geht es weiter gen Norden: das kleine Montecastelli ist der Beweis dafür, dass Sie auf dem richtigen Weg sind! Von hier aus geht es nach rechts Richtung Montone, eine noch vollständig erhaltene mittelalterliche Festungsanlage. Die Geschichte von Montone ist eng an das Schicksal der Familie Fortebracci gebunden, dessen berühmtester Vertreter Braccio da Montone war, anführender Condottiere eines der tapfersten Versuche, in den ersten Jahrzehnten des 15. Jh. eine vom Kirchenstaat unabhängige Signoria in Mittelitalien zu gründen. In den Jahren dieses abenteuerlichen Unterfangens widmete sich Braccio auch dem Mäzenatentum und ließ dieses Städtchen zu einem Mittelpunkt örtlicher höfischer Kultur heranwachsen.
Die Stadt konnte bis heute ihren kulturellen Charakter bewahren, der seinen Höhepunkt mit dem Umbria Film Festival erlebt, dem sommerlichen Kinofestival, bei dem italienische und europäische Filme gezeigt werden und das vor allem jungen Talenten und der Forschung gewidmet ist.
Ungefähr 6 km von hier erhebt sich die Rocca d'Aries: Sie wurde von der Familie Fortebracci auf einer alten kleinen Festung errichtet, diente zunächst als Verteidigungs- und später als Wohnanlage und war ebenfalls in die Geschichte ihres berühmten Condottieres involviert. Von hier aus geht es wieder weiter nach Pietralunga, ein kleiner Ort, der ebenfalls um die zentral gelegene Festung gebaut und von einer Stadtmauer aus dem 8. Jh. befestigt ist. Zum Abschluss Ihrer Reise könnten Sie hier zu Abend essen und die klassischen Gnocchi mit Trüffelsauce kosten, die aus der traditionellen Kartoffel von Pietralunga zubereitet werden. Oder aber gleich auf neue Reisen gehen, wie ein wahrer Condottiere!




